Vorhallte- und Betriebskosten

 

 

 

Im Jahr 1993 hat sich letztmalig der Verkehrsgerichtstag in Goslar mit dem Einsatz bei Ausfall gewerblich genutzter Fahrzeuge beschäftigt. Der damalige Arbeitskreis empfahl nach folgenden Grundsätzen Ersatz zu leisten:

 

 

1. Werden als Ersatz für ausfallende Fahrzeuge Betriebsreserven gehalten, sind nur die Vorhaltekosten zu ersetzen.

 

2. Wird ein Ersatzfahrzeug angemietet, sind die dadurch entstehenden Kosten unter Abzug der Eigenersparnis grundsätzlich zu ersetzen. Dies gilt bei Fahrzeugen, mit denen unmittelbar Gewinn erzielt wird, mit der Einschränkung, dass die Anmietung eines Ersatzfahrzeuges nicht von vornherein unternehmerisch unvertretbar erscheinen darf. Das ist jedoch regelmäßig der Fall, wenn die Mietkosten den zu erwartenden Gewinnausfall (Unternehmergewinn sowie nutzlos aufgewandte Fixkosten) um mehr als 100% überschreiten, es sei denn, dass besondere betriebliche Gründe diese Überschreitung rechtfertigen.

 

3. In anderen Fällen, in denen weder Reservehaltung betrieben noch ein Ersatzfahrzeug gemietet wird, muss nach der Einsatzart differenziert werden:

  • a) Dient das Fahrzeug unmittelbar der Erzielung von Gewinn, ist der entgangene Gewinn (Unternehmergewinn sowie nutzlos aufgewandte Fixkosten) zu ersetzen. Er ist nach betriebswirtschaftlichen Methoden zu ermitteln.
  • b) Dient das Fahrzeug nur mittelbar der Gewinnerzielung, führt der Ausfall aber zu einer spürbaren Beeinträchtigung des betrieblichen Ablaufs, wird im Fall, dass es sich um einen Pkw handelt, der Nutzungsaufall ersetzt; bei Nutzfahrzeugen sollte Ersatz in Höhe unterstellter Vorhaltekosten zzgl. eines maßvollen Zuschlags geleistet werden.
  • c) In allen Fällen müssen aber Nutzungswille und Nutzungsmöglichkeit bestehen.
  • d) Die Ermittlung der Vorhalte- und Betriebskosten (nach Danner, Echtler, Halm) ist ein bewährtes Verfahren, das bei Standardnutzfahrzeugen jährlich aktualisiert wurde. Bei individueller Nutzung von LKW, Bussen, Anhängern und Sattelaufliegern sind die Berechnungen wegen der unterschiedlichen Komponenten und Gewichtungen recht komplex und aufwendig. Die Alter- und Gebrauchsabschreibung, die Anzahl der Einsatztage, die Einsatzart (Werksverkehr, gewerblicher Güterverkehr usw.), dies alles ist mit zu berücksichtigen. Die SCHWACKE-Bewertung hat ein EDV-Programm entwickelt, welches eine zügige Berechnung der Vorhalte- und Betriebskosten in der Zentrale in Osnabrück ermöglicht. Den Erhebungsbogen zur Ermittlung der Vorhalte- und Betriebskosten haben wir für Sie als PDF-Datei zum Download zur Verfügung gestellt. Füllen Sie den Erhebungsbogen aus und schicken ihn per Mail, Fax oder Post uns zu.

 

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